„Der Beginn der großen Irritation“ – Hörspiel des WELTBETRIEB auf SWR2

Akustisches Begleitmaterial für eine Epoche

Originalhörspiel von Oliver Brod und Claudia Lohmann

“The world is out of joints”, konstatierte Shakespeare zu seiner Zeit. Dabei lief die gute alte Erde damals noch vergleichsweise rund. Ebenso anständig benahm sich auch die Wirklichkeit als Reiche noch den Besitzer wechselten und Epochen einander auf ordentlichste Weise ab, mit einem ganz normalen Krieg oder einer Revolution dazwischen. Irgendwann hat das einfache Wechselspiel von Ordnung und Unordnung aufgehört. Am Ende des ersten Jahrzehnts vom neuen Jahrtausend verirren sich Tiere, weil sie ihren Instinkt verlieren und Menschen auch. In den Städten bilden sich  unerklärliche Risse in der Oberfläche, noch unerklärlicher sind die Reaktionen der Behörden auf die Ereignisse. Überall und immerzu ist von der Krise die Rede, aber nirgends Läuterung, oder Veränderung in Sicht. Die Krisenhaftigkeit der Wirklichkeit weitet sich aus und wird zur Normalität. “Es ist nicht so schlimm”, lautet die Parole. Etwas ist irritierend anders geworden. Aber das ist erst der Anfang. Ein Psychotherapeut, von Berufs wegen der Wirklichkeit verpflichtet, übernimmt die Rolle des Chronisten und beginnt 2009 eine akustische Forschungsreise in den Alltag.

Ursendung am Dienstag, 30. März 2010, 19 Uhr

Realisation: Die Autoren für den SWR 2010 im studio brod

Es spielen: Katharina Schmalenberg, Martin Becker, Britta Steffenhagen, Bernhard Schütz, Kim Pfeiffer Jacqueline Barthlomae, Claudia Lohmann, Sigrid Brod, Stefanie Ehlers und Oliver Brod.

Mit Geräuschen von Thomas Krause und Musik von Cornelius Borgolte.

Mehr: www.weltbetrieb.de

Podcast+Livestream: www.swr.de



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